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Das größte Binnenland Feuchtgebiet der Welt in Brasilien Südamerika – Das Pantanal

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Pantanal - Das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Welt

Pantanal Krokodil

Pantanal (portugiesisch Sumpf) befindet sich in den Niederungen des Westens von Brasilien in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul.

Das in Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Mato-Grosso-Plateau liegende Binnenland-Feuchtgebiet Pantanal hat die UNESCO zu einer der artenreichsten und diversifiziertesten Naturreserven unseres Planeten erklärt. Das Gebiet wurde in das Verzeichnis der "Heritages of Mankind" aufgenommen.

Das Pantanal als größtes Binnenland-Feuchtgebiet der Welt erstreckt sich über eine Ebene von ca. 230.000 km². Über einen Teil von Paraguay und Bolivien über den extremen Mittelwesten von Brasilien – die größte Binnenland-Feuchtgebiet von Amerika.

Das Pantanal als Feuchtgebiet, ist fast so groß wie die Bundesrepublik um 1990. In dem Naturparadies mitten in Südamerika gibt es mehr Vogelarten als in Europa - Ornithologen bezweifeln, ob sie schon alle entdecken konnten. Bisher stehen ca. 700 Arten auf ihren Listen.

Säugetiere im Bundesstaat Pantanal

Pantanal Wasserschwein

Verschiedene Arten von Säugetieren leben im Pantanal. Einige bevorzugen die Nähe des Wassers - wie zum Beispiel das Capivara (Wasserschwein) und der Pantanal-Hirsch - andere leben direkt im Wasser, wie der Flussotter (Ariranha) und es gibt auch Arten, die grundsätzlich nur in höher gelegenen Regionen, auch ohne Wasserläufe, anzutreffen sind, wie der Ameisenbär (Tamanduá) oder der Veado-Campeiro (Hirschart, welche die trockenen Campos bevorzugt).

Die Liste der Längsten Flüsse von Amerika

Das bekannteste und gefürchtetste Säugetier ist der gefleckte Jaguar (Onça Pintada). Ein erfolgreicher Jäger, dessen Überlebenschancen nicht allzu gut stehen, weil er von den Farmern des Pantanal immer noch verfolgt wird.

Die vom Menschen in dieser Region eingeleitete Verdrängung seiner natürlichen Beutetiere, hat den Jaguar auf das Schlagen von Rindern, besonders Kälbern, spezialisiert - und dies wiederum eine gnadenlose Verfolgung ausgelöst.


Pantanal Flora und Fauna

Pantanal Papagei

Bei dem Pantanal Feuchtgebiet handelt es sich vielmehr um eine unglaubliche Mischung von verschiedenen Ökosystemen, welche die unterschiedlichsten Landschaften in sich vereint, wie zum Beispiel Savannen, überschwemmte Ebenen, Wälder mit amazonischen Charakter, Dschungel und Steppengebiete.

Diese Landschaften sind abhängig vom Wasser und der alljährlichen Regen- und Trockenzeit. Der einzigste Abfluss auf dieser Ebene ist der Fluß: Rio Paraguai.

Das gesamte Regenwasser welches gegen Jahreswechsel die Seen und Lagunen füllt und die zahlreichen Flüsse im Norden anschwellen lässt - fließt schließlich wieder, während folgender sechs Monate, träge gegen Süden - jedes Jahr.

Der Höhepunkt der Überschwemmung ist meist im April erreicht. Danach bringen die Viehzüchter ihre Rinderherden aus den höher gelegenen Gegenden wieder auf die saftigen Wiesen zurück. Weit mehr als 16 Millionen Rinder soll es inzwischen im Pantanal geben.

Eine besonders für diese Lebensbedingungen gezüchtete Rasse kann sogar längere Zeit im Wasser stehen und sich von Wasserpflanzen ernähren.

Die Rinderhirten erinnern sich allerdings noch mit Schaudern an das Katastrophenjahr 1988, als fast das gesamte Gebiet einem gewaltigen Meer glich - gut 800.000 Rinder kamen in der Wasserwüste um.

Seit Jahrzehnten gilt das Pantanal Feuchtgebiet als Ziel von Naturliebhabern und Ökotouristen.

Pantanal Kaiman

Corumba - Über das Pantanal Feuchtgebiet im Südwesten Brasiliens zieht eine regenreiche Schlechtwetterfront. Wie ockergelbe Deiche ragen die wenigen Pisten aus dem grün-grauen Meer aus Pflanzen und Wasser.

An den Ufern liegen dösend Kaimane und verfolgen mit trägem Blick den vorbeirollenden Geländewagen.

Die Wolken im Pantanal Feuchtgebiet hängen tief und machen das Waschküchen-Klima noch drückender, fast unerträglich. Aus den Bäumen ist das Schreien der Brüllaffen und das Kreischen der Papageien zu hören, während Heerscharen von Stechmücken ihre Attacken fliegen.

Brasiliens Regierung schickt inzwischen schwer bewaffnete Aufseher in das Paradies, in dem Wilderer seit Jahren ihr Unwesen treiben.

Die Häute der Jacarés, wie die Krokodile hier heißen, bringen auf dem Schwarzmarkt viel Geld, ebenso Felle von Raubkatzen, seltene Fische und Vögel wie Papageien.

In den Gewässern lauern Piranhas und Kaimane, an Land schwirren faustgroße Libellen und seltene Hyazint-Araras. Das Pantanal Feuchtgebiet im Südwesten Brasiliens sollten Touristen nur mit einem Führer erkunden.

Dann eröffnet sich Naturliebhabern das ausgedehnteste Binnenland-Feuchtgebiet der Welt mit all seinen Schätzen.


Pantanal und die Ausrottung von Tierarten

Schlangen- und Krokodilhäute stammen meist von Freilandfängen im Pantanal. Allerdings gibt es von einigen Pelztierarten inzwischen auch Zuchtfelle. Wenn man sich dann jedoch vor Augen hält, unter welch erbärmlichen Umständen diese Tiere im größten Binnenland-Feuchtgebiet Pantanal oft in knapp Körpergroßen Drahtkäfigen gehalten werden, kann bezweifelt werden, dass dies eine Verbesserung darstellt.

In solch einem Fall ist das beschwichtigende und werbewirksam gedachte Prädikat "Zuchttier" eher ein Alarmsignal. Massentierhaltung ist auch bei manchen Krokodilarten im Pantanal offenbar der einzige Ausweg, eine rücksichtslose Bejagung frei lebender Bestände zu verhindern oder zu reduzieren. Wenngleich auch Zuchtfarmen sicherlich nie die Produktivität wie manche Naturlandschaften haben werden (aus dem brasilianischen Pantanal werden jährlich immer noch über eine halbe Million Kaimanhäute erbeutet), scheint in anderen Regionen der Jagddruck wenigstens etwas nachzulassen.

Vielleicht zeigen auch vereinzelt Grenzkontrollen und Importbeschränkungen in Brasilien und Südamerika eine gewisse Wirkung. Bei Schlangen ist die Situation sicherlich anders, denn bei kaum einer Art scheint die Zucht wirtschaftlich möglich zu sein, sodass vermutlich alle gehandelten Häute aus Freilandfängen im Pantanal stammen dürften. Bei all diesen Tieren ist aber eine betrügerische Umdeklaration von Wildfängen zu Gefangenschaftsnachkommen weitverbreitet. Vor allem unter Schlangen und Krokodilen sind daher viele Arten äußerst bedroht.

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