Bundesstaat Pará - Das Tor zu Amazonien
Para, mit der Hauptstadt Belém ist ein Muss für alle Reisenden in Nordbrasilien! Die "Stadt der Mango-Bäume" präsentiert ein feuchtwarmes Klima während des ganzen Jahres, und der schon weit über die Region hinaus bekannte Regen am Nachmittag verleiht der Stadt einen besonderen Charme.
Wie jede Metropole, wächst Belém mit einer gewissen Hoffnung auf eine bessere Zukunft, aber ohne seine historischen Monumente zu verleugnen.
Auf der einen Seite hypermoderne Gebäude von gewagter Architektur - auf der anderen die Altstadt mit ihren charakteristischen, jahrhundertealten Villen, den schattigen öffentlichen Plätzen und ihren imposanten Kirchen und Kathedralen.
Diese Altstadt birgt ein unglaublich reiches historisches Erbe. Ihre alten Gebäude sind mit bemalten Keramik-Platten verkleidet, die einmal aus Europa importiert wurden (während des "Gummi-Booms") - wahre Reliquien. Die engen Gassen der Altstadt versetzen den Besucher in ein vergangenes Jahrhundert.
Die Geschichte vom Bundesstaat Pará
Die Stadt wurde am 12. Januar 1616 von dem portugiesischen Kapitän Francisco Caldeira Castelo Branco gegründet. Die Gründung erfolgte durch die Errichtung der Festung Forte do Presépio (heute als Forte do Castelo bekannt) mit dem Ziel, die Region gegen Eroberungsversuche der Engländer, Holländer und Franzosen zu verteidigen.
Die Gegend von Belém gehörte ursprünglich zum Gebiet der Tupinambá - Indianer.
Stark verbunden mit Portugal und entfernt vom Rest des Landes hat Belém die brasilianische Unabhängigkeit erst im August 1823 anerkannt, nahezu einem Jahr nach ihrer Erklärung.
In der Zeit von 1835 und 1840 wurde Belém zum Schauplatz des Aufstandes Revolta dos Cabanos, auch als Cabanagem bekannt. Dieser Aufstand gilt als derjenige mit der authentischsten Beteiligung des Volkes in der Geschichte des Landes.
Erst durch den Kautschukboom erlangte Belém Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine große wirtschaftliche Bedeutung. Aus dieser Zeit stammen u.a. Prachtbauten wie z.B. das Teatro da Paz (1878), Palácio Antônio Lemos, Palácio Lauro Sodré, Colégio Gentil Bitencourt und der Ver-o-Peso (1901).
Landeszahlen vom Bundesstaat Pará in Südamerika Brasilien
| Indikatoren | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kürzel | PA | ||||||||||||||||||
| Hauptstadt | Belém | ||||||||||||||||||
| Bevölkerungszahl | 1.405.871 | ||||||||||||||||||
| Größe / km² | 1.065 km² | ||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte / km² | 1.313,77 Einwohner / km² | ||||||||||||||||||
| Wirtschaft | u.a. Kakao, Nüsse, Jute | ||||||||||||||||||
Museen, Parks, Bauwerke und Anlagen in Belém
- Museu Paraense Emílio Goeldi (Parkanlage mit amazonischen Tier- und Pflanzenarten,
- Museu de Arte Sacra (religiöse Kunst) mit der ehemaligen Jesuitenkirche São Alexandro
- Bosque Rodrigues Álvez (Parkanlage mit Aquarium und Tiergehegen)
- Museu Paraense Emílio Goeldi (Parkanlage mit amazonischen Tier- und Pflanzenarten, anthropologische und naturhistorische Ausstellung, Aquarium mit amazonischer Fauna)
Märkte und Anlagen in Belém
Ver-o-Peso: Fisch- und Gemüsemarkt. Ein Besuch lohnt sich vor allem frühmorgens, wenn die Boote entladen werden. Auf dem Fischmarkt ist die Vielfalt Amazonischer Fischarten zu bewundern, an anderer Stelle sind Kräuterstände mit Naturheilmitteln, denen z.T. magische Eigenschaften zugeschrieben werden.
Das Fischmarkt-Gebäude am Ver-o-Peso („Schau auf das Gewicht“) ist eine Eisenkonstruktion, die von Henrique la Roque entworfen und 1901 erbaut wurde.
Forte do Presépio: Festung von Belém, als archäologisches Museum mit der Catedral da Sé: alte Kathedrale von Belém
Palácio Antônio Lemos Palácio Lauro Sodré Residência dos Governadores: ehemaliger Gouverneurs-Palast mit kleinem Park, Restaurant und Orchidarium Colégio Gentil Bitencourt Estação das Docas.
ehemalige Hafenanlagen mit Restaurants und Geschäften Presídio/Polo Joalheiro: Neu eingerichtetes Juveliers- und Kunsthandwerkzentrum in einem ehemaligen Gefängnis.
Engenho Murucutu: Ruinen der Zuckerrohrverarbeitungsanlage des 18. Jahrhunderts
Im Stadtteil Icoaraci haben sich kleine Keramikmanufakturen angesiedelt, die Kopien der auf Marajó ausgegrabenen Marajoara-Funde anfertigen.