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Bundesstaat Rondônia

Kautschukverarbeitung

Rondônia, ist ein Bundesstaat im Norden von Brasilien mit der Hauptstadt Porto Velho. Er grenzt an die brasilianischen Bundesstaaten Amazonas und Mato Grosso sowie an Bolivien.

Das ehemals von Guaporé-Indianern bewohnte Bundesland Rondônia war vor 1981 kaum bekannt. Erst als es die Regierung von Brasilien in den 70er Jahren aufgrund des geförderten Kolonisationsprojekts zum Bundesstat erhoben hat.

Im letzten Jahrhundert lebte die Region welche heute Rondônia heißt ausschließlich von der Kautschukproduktion, (Naturgummi) und ist in jener Zeit fast nur von Gummisammlern, den sogenannten "Seringueiros", bewohnt gewesen.

Die Madeira - Mamoré Eisenbahn, die speziell dem Gummitransport dienen sollte, an der man 50 Jahre baute und bei deren Bau 25.000 Menschen an Malaria und Gelbfieber starben, wurde 1912 eingeweiht. Im selben Jahr endete die "Goldene Zeit" in der Region Rondônia. Der Naturgummi wurde von dem billigeren Petroleum ersetzt.

Damals nannte man diese Zone Guaporé und fungierte als Nationalterritorium von Brasilien. Zu Ehren des früheren Eroberers Marschal Candido Mariano Da Silva Rondon erhielt das Gebiet 1956 den Namen Rondônia.

Bis es dann im Jahre 1983 als selbständiger brasilianischer Bundesstaat zu eigener Verwaltung überging.

1960 begann das damalige Militärregim mit der sogenannten Entwicklung Amazoniens. Nachdem man die damals von aller Welt gefeierte Traumstraße der Welt, welche Atlantik und Pazifik verbinden sollte, die Transamazonica, in Angriff genommen hatte und dieses Unternehmen auch noch als eine der Großtaten der Menschheit dieses Jahrhunderts bezeichnete, fiel man auch über Rondônia her.


Landeszahlen vom Bundesstaat Rondônia in Südamerika Brasilien


Indikatoren
KürzelRO
HauptstadtPorto Velho
Bevölkerungszahlca. 1.534.594
Gemeinden52
Größe / km²238.500 km²
Bevölkerungsdichte / km²6,43 Einwohner / km²
Wirtschaftu.a. Kautschuk, Holz, Nüsse, Edelsteine

Die Geschichte vom Bundesstaat Rondônia

Hauptstadt Porto Velho

Durch der im Jahr 1960 begonnenen, sogenannten Entwicklung Amazoniens wurden 20% des Regenwaldes von Rondônias vernichtet. Organisiert wurde dieses Unternehmen, von einer durchaus unorganisierten Regierung.

Unterstützt von Großgrundbesitzern die schon vor Jahren durch Beziehungen und Schwindel riesige Landstriche von Rondônias unter ihren Namen in die Grundbücher einschrieben ließen, ohne je einen Centavo dafür bezahlt zu haben, und die das Land Rondônias vorher noch nie gesehen hatten. Die Gelegenheit schnell reich zu werden war gekommen.

Das durchaus absurde an der Geschichte ist, daß dieselbe Weltbank, welche heute hauptsächlich auf Ökologie setzt, und die heute in erster Linie Mittel für umweltschonende Projekte freimacht, zur Vernichtung der Regenwälder den Startschuß gab, indem sie den Bau von Wegen und Straßen, sowie den Ausbau der Bundesstraße BR 364 finanzierte.

Die Preise für Land in Rondônia, was vorher kommerziell wertlos war stiegen schnell, da es nun besiedelt werden sollte. Riesige Gebiete die jetzt in Privathand waren, wurden von der Regierung aufgekauft, (d.h. vorher verschenkter Wald wurde zurückgekauft) zum Teil in bar und zum Teil mit langfristigen Regierungsgutschriften.

Das von der Regierung zurückgekaufte Land wurde parzelliert und weiterverkauft.

Die Existenz dieser Strasse war in Acre sowie in Rondônia eine der Voraussetzungen für die Invasion der Rinderzüchter und Tropenholzhändler und das Anwachsen der Städte. Die Rodungen und Landkonflikte fanden vermehrt entlang der Bundesstrasse statt.

Vor allem im Zuge des von der Weltbank finanzierten Strassenbau- und Ansiedlungsprojektes "Pólonoroeste" in Rondônia kam es zu Übergriffen auf Indianergebiete sowie wilden Rodungen. In Acre wurde Rio Branco zum Anziehungspunkt für die vielen tausenden ihrer Lebensgrundlage beraubten Waldbewohner.

In der Gegenwart sind im Bundesstaat Rondônia die wichtigsten Einkommensquellen Zinnerz und die Holzwirtschaft. Allerdings wurden im Bundesstaat Rondônia aber auch immer wieder andere Bodenschätze gefunden wie Gold, Eisenerz, Mangan und Edelsteine.

In Porto Velho die Hauptstadt von Rondônia befinden sich auch heute noch Goldgeschäfte, die fast alle, bis auf die altmodischen Goldwaagen in Glaskästen, leer sind.

Viel Gold haben die Schürfer in der letzten Zeit in Rondônia nicht mehr gesehen, aber sie arbeiten noch immer in Goldminen. Die Stadt befindet sich derzeit in den letzten Atemzügen eines Goldrausches.

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