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Bundesstaat Roraima - Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana

Berg Roraima-Tepui

Roraima, die Fläche, des Bundesstaates Roraima, war einstmals als Teil von Amazonien bekannt. Damals wurde Roraima als sogenanntes Territorium von Rio Branco bezeichnet, später als Territorium von Roraima und inzwischen ist dieses Gebiet zum Bundesstaat Roraima ernannt worden.

Mit einer Größe von ca. 225.116 km² - liegt es an den nördlichsten Gebieten von Brasilien und grenzt an das Dreiländereck zum nördlich / nordwestlich gelegenen Venezuela, dem östlich gelegenen Guayana und südlich an den Bundesstaat von Amazonien.

Das nördliche Gebiet von Roraima ist durch hohe Landflächen der Hochebene Guianas geprägt. Die Höhenlage der Hochebene von Guianas liegt oberhalb der 1.200m Grenze.

Ausgehend von der Hochebene von Roraima fließen zahlreiche Flüsse sowie viele Nebenarme des Rio Branco, der den Bundesstaat Roraima trennt und dann schließlich in den Rio Negro mündet.

Die hochgelegenen Gebiete sind von Buschsteppenfeldern bedeckt, die reich an Gräsern und verschiedene Palmenarten bewachsen sind.

Je tiefer die Region, je höher die Waldvegetation mit festem Boden und einigen Wiesenflächen sowie die Igapó-Wälder.

Landeszahlen vom Bundesstaat Roraima in Südamerika Brasilien


Indikatoren
KürzelRR
HauptstadtBoa Vista
Bevölkerungszahlca. 391.317
Gemeinden15
Größe / km²225.116 km²
Bevölkerungsdichte / km²1,73 Einwohner / km²
Wirtschaftu.a. Viehzucht, Nüsse

Die Vegetation im Bundesstaat Roraima

Der Bundesstaat Roraima unterscheidet sich in drei unterschiedliche Arten von Vegetations Oberflächen. In der nördlich gelegenen Region, den "Serras" (Gebirge) finden Sie vereinzelte Bäume von geringer demografischer Konzentration.

In den Tälern überwiegen humusreiche Böden, die saftige Grasweiden hervorgebracht haben und sich so bestens zur Haltung von Pferden, Rindern, Ziegen und Schafen eignen.

In der zentral gelegenen Region Lavrado, überwiegt die Savannen Landschaft mit ihrem kleinwüchsigem Baumbestand, der sehr resistent gegen chronischen Wassermangel ist.

Im Süden der Region Roraima, der man den Unterlauf des Rio Branco zurechnet, ist der Amazonas Regenwald. Der Amazonas in dieser Region ist gekennzeichnet durch Urwaldriesen der immergrünen Wildnis, das millionenfache Leben in ihr und den zahlreichen Pflanzen und Tieren die dort zuhause sind.


Die Tierwelt im Bundesstaat Roraima

Ozelot in Roraima

In der Savanne und den "Serras" gibt es eine große Diversifikation an Leben. Neben Ameisenbären, eine Menge verschiedener Schlangen, Landschildkröten sind in Roraima auch Gürteltiere und Wildenten anzutreffen.

Es gibt natürlich auch die vom Menschen gezüchteten Haustiere wie z.B. Schafe, Pferde, Rinder, Ziegen und Büffel.

Im Regenwald Streifen von Roraima finden sich, Jaguare, Wildschweine, Tapire, Kaimane, Ozelots, Affen verschiedener Arten, Fischotter und Hirschwild.

Außerdem präsentieren die Gewässer des Bundesstaates eine Vielzahl von Fischarten, wie zum Beispiel, Pirarucu, Peixe-Boi, Aracu, Matrichã, Curimatã, Piranha, Filhote, Surubim, Dourado, Pirarara, Tambaqui, Jaraqui und Traíra.

Im Wasser des unteren Rio Branco ist die Zahl der dort vorkommenden Wasserschildkröten (Tracajá) enorm und das Vorkommen von Zierfischen gehört hier zu den reichsten der Welt !

Und noch eine kurze Übersicht der in Roraima vorkommenden Vogelarten. Jabirú-Störche, verschiedene Reiher-Arten, Schopfkarakaras, Hokko-Hühner, Hoazyns, viele Falken-Arten und unzählige bunte Singvögel.

Ebenfalls in Roraima befindet sich das Ökologische Reservat der Ilha de Maracajá, ein Zentrum für Studien der regionalen Fauna und Flora.


Die Geschichte und Entstehung vom Bundesstaat Roraima

Yanomami in Roraima

Die Portugiesische Krone mit ihrem damaligen Interesse ihr Territorium auf dem südamerikanischen Kontinent zu erweitern, führte zu einer Besetzung und Kolonisierung von Roraima. Aus dieser Sicht steht die Besetzung durch Portugal im Zusammenhang und Entstehung des heutigen Bundesstaat Roraima.

Die territoriale Oberherrschaft der Portugiesen wurde nicht nur durch die zahlreichen Goldfunde in Roraima motiviert, auch die territoriale Oberherrschaft sollte garantiert werden. Vielmehr wurden im Lauf der Geschichte diese Herrschaft immer wieder durch den Einfall von Franzosen, Engländern, Spaniern und den Holländern gefährdet.

Die Portugiesen mussten das damalige Roraima besonders gegen ein gewissen Holländer namens Nicolaus Horstmann verteidigen. Nicolaus Horstmann der damals von der holländischen Kolonie (heutiges Surinam) aus einmarschiert war, trieb regen Handel mit den Indianern des Rio Branco.

Roraima erreichte Nicolaus Horstmann 1741 über den Rio Branco wie auch den Rio Negro, indem er zur Anfahrt die Flüsse Tacutu und Jauaperi benutze.

Außer den Holländern fielen in Roraima zwischen 1771 – 1773 auch die Spanier ein. Vom Rio Orinoco her ließen sie sich am Rio Uraricoera nieder, wo sie Siedlungen wie Santa Bárbara, Santa Rosa und João Batista de Cada Cada gründeten.

Die ursprüngliche Besatzung von Roraima geschah allerdings zwischen 1775 und 1777 durch div. verschiedene Indianerstämme. Hieraus entstanden Eingeborenen Kommunen an den Flüssen Uraricoera, Branco und Tacutu. Die Kommunen wurden zwischen 1780 – 1781 wieder von den Indianern verlassen, da die Portugiesische Oberherrschaft unverschämt hohe Steuerabgaben verlangte.

Als "Revolte des blutigen Strandes" (Revolta da Praia de Sangue) bekannt gewordener Aufstand der Indianer gegen die Portugiesen, die sich 1784 gegen die Besiedelung von 4 Dörfern gegen ihre portugiesischen Herren wehrten. Dieser Versuch die Indianer von Roraima in Dörfern anzusiedeln scheiterte allerdings wieder um 1790.

Nach dieser Niederlage änderte das portugiesische Imperium seine Strategie, indem in Roraima am Rio Branco und seinen saftigen Uferweiden Rinder eingeführt wurden. Dadurch entstanden durch die Rinder Züchter selbstangelegte "Fazendas" mit einer neuen Heimat.

Fazenda São Bento, am Ufer des Uraricoera-Flusses in Roraima war eine der ersten. Weitere Fazendas folgten wie z.B. die am Ufer des Tacutu-Flusses gelegene Fazenda São Marcos.

Die größte noch autochthone Volksgruppe des südamerikanischen Tieflandes, die Yanomami, besiedeln den Urwald des nordöstlichen Brasilien. Auch hier sind die Angaben über die Bevölkerungszahlen sehr unterschiedlich, rund 10.000 leben in Brasilien, wobei die Staatsgrenze für das Waldvolk keinerlei Rolle spielt.

Das äquatornahe Siedlungsgebiet umfasst rund 80.000 km² und ist größtenteils mit dichtem Urwald bedeckt, mit Ausnahme der Serra Parima, einem größeren Savannengebiet.

Die Gegenwart von Roraima, konzentriert sich auf den Ankauf von elektrischer Energie aus dem Komplex Guri in Venezuela. Durch dessen Versorgung erhofft man sich in Roraima eine industrielle Revolution, mit vielen neuen Arbeitsplätzen besonders in der Verarbeitung und Produktion landwirtschaftlicher Produkte und agrar industrieller Erzeugnisse.

Ein weiterer Sprung in der Entwicklung von Roraima war die Asphaltierung der Bundesstraße BR-174 die im Jahr 1999 fertig gestellt wurde.

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