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Bundesstaat Tocantins in Brasilien Südamerika als jüngster brasilianischer Bundesstaat der Nordregion Brasiliens

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Bundesstaat Tocantins - Mit dem Fluss Rio Tocantins

Tocantins Bundesstaat

Tocantins, ist der jüngste Bundesstaat von Brasilien (Nordregion) gelegen im Norden von Brasilien. Gegründet wurde Tocantins durch den Bundesdeputierten Abgeordneten Siqueira Campos im Jahr 1990 mit der Hauptstadt Palmas.

Tocantins umfasst eine Fläche von ca. 278.420 km².

Als ehemaliger Teil von Minas Gerais, ist Tocantins ein Teil vom Amazonas und liegt westlich von Mato Grosso, östlich von Piauí und Bahia und nördlich von Pará und Maranhão

Das Relief von Tocantins, geprägt durch ein zentralen Gebirgsstreifen von geringer Höhe, der getrennt ist durch die östlich gelegene Hochebene des Sedimentärbeckens São Francisco und im Westen durch das Fachlandgebiet Bananal getrennt ist.

Unzählige Flüsse - unter ihnen der Rio Araguaia und Rio Tocantins - durchfliessen den Bundesstaat Tocantins.

Die ausgeprägte Pflanzenwelt, durch Land- und Viehwirtschaft beeinflusst, ist durch eine Buschsteppe mit bestehenden Wäldern und zahlreichen Palmenarten und einem Gebiet an großflächigen Wiesen gekennzeichnet.

Diese Landschaft trifft man vor allem auf der Ilha do Bananal an, der größten Flussinsel der Welt. In den höhergelegenen Gebieten herrscht eine konstante Präsenz von Felswänden aus Sandstein, kristallinen Flüssen und Wasserfälle.


Landeszahlen vom Bundesstaat Tocantins in Südamerika Brasilien


Indikatoren
KürzelTO
HauptstadtPalmas
Bevölkerungszahlca. 1.305.728
Gemeinden139
Größe / km²278.420 km²
Bevölkerungsdichte / km²4,68 Einwohner / km²
Wirtschaftu.a. Gold, Edelsteine, Viehzucht, Mineralien

Die Geschichte vom Bundesstaat Tocantins

Der Bundesstaat von Tocantins wurde am 05. Oktober 1988 offiziell gegründet und ist damit eine der jüngsten Staatsgründungen in der brasilianischen Geschichte. Trotzdem reicht die Idee, diesen nördlichsten Zipfel des Bundesstaates Goiás in einen unabhängigen Staat umzuwandeln, bis in den Anfang des 19. Jahrhunderts zurück.

Damals am 15. September 1821 war der Repräsentant der portugiesischen Krone im Norden von Goiás, Joaquim Theotônio Segurado. Er währte sich gegen die Isolation der nördlichen Region von Tocantins, war empört und rief einfach die "Autonome Regierung von Tocantins" aus.

Der extreme Norden von Goiás wurde erstmals von couragierten katholischen Missionaren unter der Leitung von Frei Cristóvão de Lisboa durchstreift, die im Jahr 1625 in der Region des Rio Tocantins eine Missionsstation gründeten.

Während der zwei folgenden Jahrhunderte kamen Emigranten aus dem Norden und dem Nordosten in die Gegend von Tocantins und blieben. Aus dem Süden marschierten die "Bandeirantes", unter ihrem Führer Bartolomeu Bueno, durch die Regionen, die heute zu Goiás und zu Tocantins gehören.

Während des 18. Jahrhunderts formten sich in Tocantins zwei grundverschiedene Kulturen. Die "Sulistas" aus São Paulo auf der einen und zur anderen die "Nortistas", aus dem brasilianischen Nordosten.

Bedingt durch die sehr schwierige Verbindung mit dem Süden des Bundesstaates Goiás, nahmen die Bewohner von Nord-Goiás Verbindung mit den Bewohnern ihrer nördlichen Nachbarstaaten auf, also mit Maranhão und Pará, und stabilisierten ihre Geschäftsverbindungen mit ihnen. Diese separatistische Haltung führte schließlich zum Aufstand gegen den Süden, unter "Theotônio".

Während Siqueira Campos in in der Hauptstadt Brasília für die Unabhängigkeit der Region am Tocantins eintrat - dabei schreckte er auch vor einem persönlichen Hungerstreik in bester "Ghandiistischer Tradition" nicht zurück und verkündete, dass er entschlossen sei, diesen Kampf bis zur letzten Konsequenz zu führen, machten die Bürger von Tocantins vor Ort mobil.

Noch ehe es zu Ausschreitungen in Tocantins kommen konnte, hatte der Nationalkongress, und diesmal auch die Regierung, ein Einsehen. Angesichts der "politischen, wirtschaftlichen und sozialen Isolation", in der die Bevölkerung des Nordens von Goiás sich befand - ausgeschlossen von den Zuwendungen aus Brasília zur Entwicklung von Goiás, denn deren Investitionen konzentrierten sich traditionsgemäss auf die südliche Region - kam die Zustimmung der Kollegen endlich einstimmig, am 27. Juli 1988.

Am 15. November 1988, 40 Tage nach der endgültigen Staatsgründung schritten die Bürger von Tocantins zum ersten Mal zu freien Wahlen.

Der Grundstein für die Hauptstadt von Tocantins (Palmas) wurde am 20. Mai 1989 gelegt - die letzte auf dem Reissbrett geplante Stadt des 20. Jahrhunderts wurde gebaut - und am 01. Januar 1990 zog die Regierung von Miracema in das neue Palmas um. Ihren Namen bekam die neue Hauptstadt zu Ehren von "São João da Palma", dem Sitz der ersten Separatistenbewegung der Region, welche 1809 am Zufluss des Rio Palma in den Paraná installiert war.

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