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Leben in Brasilien

Doch das Leben besteht nicht nur aus Business und den damit verbundenen Verpflichtungen. Wer nach Brasilien geht, um sich dort beruflich zu engagieren oder Mitarbeiter dorthin entsendet, sollte sich auch Gedanken über die Möglichkeiten der Lebens- und Freizeitgestaltung der ganzen Familie machen. Was ist im Alltag zu beachten? Im folgendem hierzu einige nützliche Hinweise zum Leben in Brasilien.

Leben und arbeiten in Brasilien — so wird es ein Erfolg

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Vorbereitungen in Deutschland

Wer einen längeren Aufenthalt in Brasilien plant, sollte vor der Reise auf jeden Fall einen Portugiesisch Kurs belegen. Mit Englisch kommt man in der Regel nicht sehr weit, es sei denn man hat es mit gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften zu tun. Mit Deutsch kann man sich nur in Südbrasilien gelegentlich verständigen. Reicht die Vorbereitungszeit jedoch nicht für Sprachunterricht in der Heimat aus, können auch in Brasilien Kurse belegt werden. Die Deutsche Botschaft in Brasília, die deutschen Generalkonsulate in São Paulo, Rio de Janeiro, Porto Alegre und Recife sowie die Brasilianische Botschaft in Berlin und die Deutsch-Brasilianische Gesellschaft in Bonn können Sprachschulen nachweisen.

Ansonsten sind für einen längeren Aufenthalt in der Regel keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Brasilien ist für seine Ausländerfreundlichkeit weltweit bekannt. Deutsche, Japaner oder US-Amerikaner, sie alle sind gleich willkommen. Schließlich leben Europäer, Asiaten, Amerikaner und Afrikaner bzw. deren Nachkommen seit langem friedlich zusammen, wenn auch sicherlich nicht vorurteilsfrei.

Die Anreise erfolgt in aller Regel per Flugzeug. Lufthansa und die brasilianischen Fluggesellschaften fliegen mehrmals täglich die Strecken Frankfurt - São Paulo und Frankfurt - Rio de Janeiro. Auch andere europäische und US-amerikanische Gesellschaften bedienen diese Routen, oft allerdings mit Zwischenlandungen. Preislich attraktiver ist meist der Umweg über ein Drittland. Dabei ist zu bedenken, dass durch die Zwischenaufenthalte die gesamte Reisezeit 20 Stunden oder mehr betragen kann. Ein Direktflug dauert hingegen nur zehn bis elf Stunden.

Wie Sie die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen

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Aufgrund seiner riesigen Nord-Süd-Ausdehnung (4.500 km) erstreckt sich Brasilien über mehrere Klimazonen. Dies ist beim Kofferpacken zu berücksichtigen. Im Sommerhalbjahr (Oktober bis März) liegen die Tagestemperaturen im ganzen Land zwischen 25 und 40 °C. In den Wintermonaten (April bis September) können die Temperaturen in Südbrasilien durchaus auf Werte bis unter den Gefrierpunkt sinken, in São Paulo herrschen aufgrund seiner Höhenlage nachts mitunter weniger als 10°C, im Norden und Nordosten des Landes werden 20ºC normalerweise nicht unterschritten.

Der in Deutschland ausgestellte internationale Führerschein wird in Brasilien für zwölf Monate als Fahrerlaubnis anerkannt. Allerdings muss er bei der regionalen Straßenverkehrsbehörde (Detran - Departamento de Trânsito) abgestempelt werden.

Vor Antritt der Reise ist es empfehlenswert, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und dafür Sorge zu tragen, dass ausreichender Schutz gegen Tetanus, Typhus und Polio besteht – wie er übrigens auch in Deutschland angeraten ist. Bei einem Aufenthalt, der sich auf die großen Städte beschränkt, ist eine Malariaprophylaxe nicht erforderlich. Eine Impfung gegen Gelbfieber, Hepatitis A und B ist wegen der Gefährlichkeit dieser Erkrankungen allerdings sinnvoll. Welche Impfungen im Einzelnen zu welchem Zeitpunkt angeraten sind, sollte man rechtzeitig mit dem Hausarzt klären. Die deutsche Krankenversicherung gilt in Brasilien nicht ohne weiteres. So bietet sich der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung an. Einige private Versicherer offerieren Policen, die weltweit gültig sind.


Vergleich zu Europa

Legt man europäischen Lebensstandard an, sind die allgemeinen Lebenshaltungskosten in Brasilien den deutschen vergleichbar. Einige Artikel vor allem importierte Lebensmittel und Delikatessen sind teurer, andere billiger (z.B. Fleisch, einheimisches Obst). In den bei Ausländern beliebten Wohngegenden liegen die Mieten über deutschem Niveau. Für ein Einfamilienhaus (Casa) muss man mit einer Monatsmiete von 1.500 US$ bis 10.000 US$; rechnen. Diese Häuser sind oft mit Grillplatz (Churrasqueira) und Schwimmbad (Piscina) ausgestattet, verfügen aber in der Regel weder über Keller noch Dachboden. Entscheidet man sich für eine Wohnung (Apartamento) mit drei Schlafzimmern, wird je nach Lage und Ausstattung eine Miete fällig, die zwischen 1.500 und 7.000 US$ monatlich liegt. Diese Wohnungen befinden sich in aller Regel in zehn- bis dreißigstöckigen Hochhäusern (Prédios).

Bei der Wohnungssuche sind in den bevölkerungsreichen Metropolen – vor allem in Rio de Janeiro und São Paulo - die mitunter großen Entfernungen und problematischen Verkehrsverhältnisse zu berücksichtigen. Die richtige Auswahl des neuen Heims und seiner Lage zwischen Arbeitsplatz, Kindergarten und Schule, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten ist nicht einfach und sollte gut überlegt werden. Bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus können Anzeigen in den Tageszeitungen oder Immobilienmakler hilfreich sein. Die deutschen Auslandsvertretungen und Auslandshandelskammern können deutschsprachige Vermittlungsbüros benennen.

Brasilien wird eine relativ hohe Gemeindesteuer (IPTU) auf Immobilien erhoben, die je nach Größe und Lage des Mietobjekts zwischen 400 Euro und 4.000 Euro pro Jahr liegt und gegebenenfalls vom Mieter übernommen werden muss. Bei Wohnungen fallen zusätzliche für das "Condomínio" an, d.h. monatliche Abgaben für Hausmeister, Bewachung, Fahrstuhl, Swimmingpool etc. Mietverträge werden meist für 30 Monate abgeschlossen und beinhalten eine automatische Mietpreisanpassungsklausel. Die Maklergebühren trägt der Mieter.

Hausangestellte sind in der brasilianischen Mittel- und Oberschicht üblich und gehören zum erschwinglichen Luxus, den Ausländer aus Industrieländern meist sehr zu schätzen wissen. Im Normalfall ist die "Empregada" fest angestellt und wohnt auch bei ihren Arbeitgebern. Sie wäscht, bügelt, putzt und bereitet in einigen Fällen auch die Mahlzeiten zu. Das Gehalt einer solchen Hilfe liegt in den großen Städten bei freier Kost und Logis monatlich um 200 bis 300 Euro. Die Wohnungen sehen in aller Regel separate Wohnmöglichkeiten für ein bis zwei Hausangestellte vor. Für das gleiche Gehalt kann man auch eine Haushaltshilfe einstellen, die morgens kommt und nachmittags geht. Je nach persönlichen Bedürfnissen sind auch andere Konstellationen denkbar: Putzfrauen oder Gärtner können tageweise engagiert werden (je Tag ca. 40 bis 55 Euro), ebenso wie Kindermädchen, Chauffeure, Hausmeister und Krankenschwestern, deren Gehälter etwas höher sind als die der "Empregadas".

Deutsche die in Brasilien leben müssen Sozialabgaben zahlen, die jedoch vergleichsweise gering sind, die Leistungen aus der staatlichen Krankenversicherung und Altersversorgung allerdings ebenfalls. Üblich ist deswegen (bei besser verdienenden Angestellten) eine zusätzliche private Krankenversicherung.

In São Paulo und Rio de Janeiro gilt die medizinische Versorgung als gut bis sehr gut, in anderen Großstädten als gut. Brasilianer nutzen den kostenlosen staatlichen Gesundheitsdienst SUS (Sistema Único de Saude) oder schließen eine örtliche Krankenversicherung ab, die ihnen bestimmte Ärzte und Krankenhäuser zuweist. Privat abgerechnete Leistungen von Ärzten und Krankenhäusern sind teurer als in Deutschland. Der durch eine brasilianische Versicherung abgedeckte Schutz erstreckt sich nicht auf Medikamente und Zahnbehandlungen. "Wehwehchen" lassen sich am schnellsten durch einen Besuch in einer der vielen Apotheken kurieren, oft kann der Pharmazeut mit der Verabreichung eines geeigneten Medikamentes oder einer Injektion den Arztbesuch überflüssig machen. Gewarnt sei jedoch vor eventuellen sprachlichen Missverständnissen!

Gebräuchlichste Stromspannung ist 110 Volt bei 60 Hz. In einigen Wohnungen und Häusern ist zumindest eine Steckdose mit 220 Volt Spannung vorhanden, da üblicherweise einige Haushaltsgeräte mit 220 V laufen (Spülmaschinen, Warmwasserbereitung). In Brasília ist die normale Spannung 220 Volt.

Es gibt drei anerkannte deutsche Auslandsschulen in Brasilien. Zwei befinden sich in der Stadt São Paulo (Colégio Humboldt und Colégio Visconde de Porto Seguro) und eine in Campinas, einer Industriestadt rd. 80 km von São Paulo entfernt. Kindergärten ("Escolinha") mit deutschsprachigen Erzieherinnen gibt es in großer Zahl in den Städten, wo viele Deutsche leben. Sobald die Kinder laufen können, sind sie dort willkommen. Diese Schulen und Kindergärten sind private Einrichtungen und verlangen monatliche Beiträge in Höhe von 200 Euro bis 500 Euro.

Die Angebote zur Freizeitgestaltung sind ähnlich wie in Deutschland: Kino, Theater, Spaziergänge, Sport im Park oder im Fitness-Center ("Academia"), Diskotheken, Musik-Shows und Nightclubs sowie Wochenendausflüge sind einige der Alternativen. Viele Familien fahren am Wochenende in ihr Häuschen oder Appartement am Strand oder in die Berge. Besonders an langen Wochenenden zieht dann eine endlose Blechkarawane über die Ausfallstraßen Richtung Küste. Unter den vielen verschiedenen Restaurants sind die "Churrascarias" (Grillrestaurants) besonders zu nennen. Hier gibt es brasilianisches Fleisch sowie ein reichhaltiges Salat- und Beilagenbuffet. Vor dem Genuss der saftigen Grillsteaks trinkt man üblicherweise ein Glas des Nationalgetränks "Caipirinha" (Limonensaft mit Zuckerrohrschnaps "Cachaça", Zucker und Eis). Auch die italienische Küche ist bei den Brasilianern sehr beliebt. Zur Pizza trinkt man am liebsten Bier – es darf auch mal ein Warsteiner sein...

Darüber hinaus ist Brasilien natürlich ein Urlaubsland par excellence. Niemand wird sich längere Zeit in diesem Land aufhalten, ohne die bekannten (und auch nicht so bekannten) Sehenswürdigkeiten zu besuchen: Rio de Janeiro und Salvador da Bahia sind die beliebtesten touristischen Ziele. Das Amazonasgebiet, die Iguaçu-Wasserfälle und das Feuchtgebiet des Pantanal zählen zu den favorisierten Naturschönheiten.

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